Was kostet ein Kind wirklich?
Die meisten Eltern geben für ihr Kind ca. 100.000 € oder mehr bis zum 18. Lebensjahr aus. Nur zur Einordnung: Das Kindergeld deckt davon gerade einmal gut die Hälfte ab. Den Rest holen sich die meisten Familien Stück für Stück aus dem laufenden Budget, ohne es als das eine große Investment wahrzunehmen, das es eigentlich ist.

Die Erstausstattung
Kinderwagen, Bett, erste Kleidung: der erste größere Posten, meist auf einen Schlag fällig.

Kleinkind- und Kitazeit
Windeln, Kita, Kleidung, Ausstattung: direkt zurechenbare Mehrkosten von ø 380 €/Monat, ohne anteilige Wohn- und Mobilitätskosten (Modellrechnung auf Basis Destatis).

Einschulung & Grundschule
Schulranzen, erstes Fahrrad, erste Klassenfahrten: ø 430 €/Monat direkt zurechenbare Mehrkosten (Modellrechnung auf Basis Destatis, 7 bis 12 Jahre).

Weiterführende Schule & Teenagerjahre
Kleidung, Freizeit, Technik, Klassenfahrten: teuerste Phase, ø 480 €/Monat direkt zurechenbare Mehrkosten (Modellrechnung auf Basis Destatis).

Start ins Erwachsenenleben
Die großen einmaligen Investitionen, die selten aus dem laufenden Monatsbudget kommen.
Das Krasse daran: Du merkst es kaum, weil du es aus Liebe tust. Genau deshalb sollten große Meilensteine nie am fehlenden Budget scheitern.
Alle Beträge sind Richtwerte zur Orientierung, keine exakte Prognose und keine vollständige Kostenstatistik. Berechnungsgrundlage: eine eigene, bewusst enger gefasste Modellrechnung auf Basis der Destatis-Ausgabenkategorien (Erhebung 2018), begrenzt auf direkt dem Kind zurechenbare Mehrausgaben (Ernährung, Kleidung, Betreuung/Schule, Freizeit, Gesundheit), ohne anteilige Wohn-, Energie- und Mobilitätskosten, die im Haushalt ohnehin anfallen würden. Führerschein: ADAC/Marktdaten 2026. Auto und Studium: eigene Einschätzung.
Wie viel du dafür monatlich zurücklegen müsstest.
Die meisten Eltern sparen für ihr Kind bis zum 18. Lebensjahr, das Kindergeld bekommst du bis zum 25. Lebensjahr, und der Unterschied ist enorm!
Vorbelegt mit 130 €, der Hälfte des aktuellen Kindergelds (259 €/Monat). Die andere Hälfte bleibt fürs laufende Budget.
Voreingestellt: 9,7 % p.a., die historische Durchschnittsrendite des MSCI World in Euro von 1975 bis 2024 (Quelle: MSCI/Finanztip). Kein Versprechen für die Zukunft, frei änderbar, um eigene Annahmen durchzuspielen.
Modellrechnung zur Veranschaulichung des Zinseszinseffekts, keine Anlageberatung und kein konkretes Angebot. Tatsächliche Renditen schwanken, Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, der historische Durchschnitt ist keine Garantie für die Zukunft. Welches Produkt am Ende zu euch passt, klären wir im Erstgespräch.
Zwei Leistungen, die direkt in deinen Plan einzahlen.
Frühstart-Rente
Kinder ab dem 6. Lebensjahr sollen automatisch 10 € monatlich vom Staat in ein Wertpapierdepot bekommen, ohne Antrag, unabhängig vom Elterneinkommen. Start ist für 2026/2027 geplant, zunächst für den Geburtsjahrgang 2020. Über 12 Jahre macht das 1.440 € Gesamtförderung.
Wichtig: Aktuell (Stand Sommer 2026) gibt es nur einen Eckpunktebeschluss der Bundesregierung von Dezember 2025, noch kein final verabschiedetes Gesetz. Details können sich bis zur endgültigen Verabschiedung noch ändern. Den vollständigen Stand findest du im Ratgeber zur Frühstart-Rente.
Kindergeld sinnvoll anlegen
Seit 1. Januar 2026 zahlt der Staat 259 € pro Kind und Monat, einkommensunabhängig. Das Geld kommt so oder so an, die Frage ist, was damit passiert. Wer einen Teil davon konsequent anlegt statt ihn im Alltag aufzubrauchen, baut über die Kindheit hinweg ein spürbares Polster auf, genau das zeigt der Rechner weiter oben mit deinen eigenen Zahlen. Fünf konkrete Wege, um Kindergeld anlegen zu können, im Vergleich.
Kein Standardprodukt, sondern ein Plan für eure Familie.
Bei der Kindersparen-Beratung von kinderfinanz geht es nicht um ein Standardprodukt, das jeder Familie gleich verkauft wird, sondern um eine Einschätzung, die zu eurem Budget, eurem Anlagehorizont und eurer Risikobereitschaft passt. Kindersparen heißt für die einen ein reiner ETF-Sparplan, für andere eine Kombination aus Sparplan und Absicherung, das hängt von der jeweiligen Familiensituation ab. Genau diese Einordnung ist der Kern der Beratung, nicht der Verkauf eines einzelnen Produkts.
Die nächsten Schritte.
ETF-Sparplan einfach erklärt
Was ein ETF ist, wie ein Sparplan funktioniert und warum sich das Prinzip gerade für Kinder eignet.
Depot vs. Police
Zwei Wege, für dein Kind zu sparen, mit unterschiedlichen Kosten, Flexibilität und steuerlichen Effekten.
Kinderabsicherung
Bevor der Sparplan startet: was für dein Kind an Absicherung sinnvoll ist, und wann.
